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Die Vanity-Falle: Warum 10.000 Likes keine Küchen verkaufen

Social Media Marketing Targeting ROI Küchenstudios
Die Vanity-Falle: Warum 10.000 Likes keine Küchen verkaufen

Inhaltsverzeichnis


”Können Sie mir 10.000 Follower garantieren?”

Falsche Frage.

Du verkaufst Küchen für 50.000 €. Du brauchst keine 10.000 Follower. Du brauchst 5 Kunden pro Jahr.

10.000 Follower klingen beeindruckend. Aber wenn 9.500 davon Teenager aus Manila sind, die nie eine Küche kaufen werden, was bringt dir das?

Die richtige Frage ist nicht: “Wie viele Follower bekomme ich?” Die richtige Frage ist: “Wie viele Kunden bekomme ich?”

In diesem Artikel zeige ich dir den Unterschied zwischen Vanity Metrics (Likes, Follower, Reichweite) und Business Metrics (Anfragen, Termine, Umsatz) – und warum dieser Unterschied über dein Geschäft entscheidet.


Was sind Vanity Metrics?

Vanity Metrics sind Zahlen, die gut aussehen, aber nichts bringen.

Beispiele:

  • Follower-Anzahl
  • Likes pro Post
  • Reichweite
  • Impressions
  • Video-Views

Das Problem: Diese Zahlen sind leicht zu manipulieren. Du kannst 10.000 Follower kaufen für 200 €. Du kannst Likes kaufen für 50 €. Du kannst Reichweite kaufen durch Gewinnspiele.

Aber kaufen diese 10.000 Follower deine Küchen? Nein.

Die Wahrheit: Vanity Metrics sind Marketing für dein Ego. Nicht für dein Bankkonto.


Was sind Business Metrics?

Business Metrics sind Zahlen, die dein Geschäft voranbringen.

Beispiele:

  • Qualifizierte Anfragen pro Monat
  • Beratungsgespräche vereinbart
  • Angebote verschickt
  • Abschlussquote
  • Umsatz aus Social Media

Das Problem: Diese Zahlen sind schwer zu erreichen. Du kannst keine Anfragen kaufen. Du musst sie verdienen.

Aber diese Anfragen zahlen deine Miete. Diese Anfragen werden zu Kunden. Diese Anfragen bringen Umsatz.

Die Wahrheit: Business Metrics sind Marketing für dein Geschäft.


Der Unterschied: Ein Beispiel aus der Praxis

Stell dir zwei Küchenstudios vor. Beide betreiben Social Media Marketing. Beide investieren 2.000 € pro Monat.

Studio A: Vanity-Fokus

Strategie: Maximale Reichweite. Ziel: Follower und Likes.

Was sie tun:

  • Posten jeden Tag
  • Nutzen Trending-Hashtags (#kitchen #design #interiordesign)
  • Machen Gewinnspiele ("Folge uns und gewinne!")
  • Kaufen Follower (500 € pro 5.000 Follower)
  • Posten generischen Content (Stock-Fotos, Motivation)

Ergebnis:

Umsatz: 0 €

Studio B: Targeting-Fokus

Strategie: Richtige Menschen erreichen. Ziel: Anfragen und Umsatz.

Was sie tun:

  • Posten 2-3x pro Woche (Qualität über Quantität)
  • Nutzen bezahlte Ads (Facebook/Instagram) mit Geo-Targeting
  • Targeting: 35-65 Jahre, Hausbesitzer, Einkommen >80k, Region Baden
  • Posten nur fertige Projekte (Portfolio-Content)
  • Call-to-Action: "Kostenlose Beratung vereinbaren"

Ergebnis:

Umsatz: 100.000-150.000 €

Warum der Unterschied? Studio A erreicht die falsche Zielgruppe (Bots, Gewinnspiel-Jäger, Studenten). Studio B erreicht die richtige Zielgruppe (Hausbesitzer, kaufkräftige Personen, aktiv Suchende).


Der direkte Vergleich: Vanity vs. Business

MetrikStudio A (Vanity)Studio B (Targeting)
Investment2.000 €/Monat2.000 €/Monat
Follower nach 6 Monaten12.000800
Likes pro Post200-50020-40
Reichweite pro Monat50.0003.000
Qualifizierte Anfragen0-1/Monat8-10/Monat
Abgeschlossene Projekte02-3
Umsatz (6 Monate)0 €100.000-150.000 €
ROI0%833-1.250%

Die wichtigste Zeile: Umsatz.

Studio A hat 12.000 Follower. Studio B hat 800. Aber Studio B verdient 100.000-150.000 €. Studio A verdient 0 €.

Welches Studio ist erfolgreicher?


Warum Influencer-Agenturen anders sind (und warum das für dich irrelevant ist)

Influencer-Agenturen verkaufen Reichweite. Ihre Kunden sind Brands wie Nike, Red Bull, Coca-Cola. Diese Brands wollen Awareness. Sie wollen, dass Millionen Menschen ihr Logo sehen.

Das funktioniert für Nike. Nicht für dich.

Warum der Unterschied?

Nike verkauft Schuhe für 120 €:

  • Zielgruppe: Jeder (Teenager bis Erwachsene)
  • Kaufentscheidung: Emotional, spontan
  • Kaufzyklus: Kurz (sehen, kaufen)
  • Wo gekauft: Online, Geschäft (niedrige Hürde)

Du verkaufst Küchen für 50.000 €:

  • Zielgruppe: Hausbesitzer, 40-65 Jahre, Region
  • Kaufentscheidung: Rational, langfristig
  • Kaufzyklus: Lang (3-12 Monate Überlegung)
  • Wo gekauft: Persönliche Beratung (hohe Hürde)

Nike kann 10 Millionen Menschen erreichen und 10.000 verkaufen (0,1% Conversion).

Du kannst 10.000 Menschen erreichen und 0 verkaufen (0% Conversion) – wenn es die falschen Menschen sind.

Oder: Du erreichst 500 richtige Menschen und verkaufst 5 Küchen (1% Conversion).

Der Unterschied: Targeting.


Was Targeting wirklich bedeutet

Targeting ist nicht: “Wir posten auf Instagram.”

Targeting ist: “Wir erreichen Hausbesitzer, 45-60 Jahre, Haushaltseinkommen >80k, im Umkreis von 50km, die in den letzten 6 Monaten Interesse an Küchenrenovierung gezeigt haben.”

So funktioniert Targeting auf Facebook/Instagram Ads:

1. Geografisches Targeting

  • Umkreis: 50km um dein Studio (warum jemand in München erreichen, wenn du in Baden bist?)

2. Demografisches Targeting

  • Alter: 35-65 (Küchenkauf-Alter)
  • Haushaltseinkommen: >80k (Kaufkraft für 50k-Küche)
  • Wohnsituation: Eigenheim (keine Mieter)

3. Interessen-Targeting

  • Interesse an: Interior Design, Küchen, Renovierung
  • Verhalten: Hat Immobilien-Websites besucht, Küchenportale angesehen

4. Custom Audiences

  • Retargeting: Menschen, die deine Website besucht haben
  • Lookalike: Menschen, die deinen bestehenden Kunden ähneln

Das Ergebnis: Du erreichst nicht 10.000 Random-Menschen. Du erreichst 500 Menschen, die tatsächlich eine Küche kaufen könnten. (Aber: Gutes Targeting alleine reicht nicht – du brauchst auch guten Content. Mehr dazu hier)


Die ROI-Rechnung: Warum Targeting profitabler ist

Rechnen wir es durch.

Vanity-Strategie (Reichweite maximieren):

  • Budget: 2.000 €/Monat
  • Reichweite: 50.000 Menschen
  • Kosten pro Person erreicht: 0,04 €
  • Davon Zielgruppe: 5% (2.500 Menschen)
  • Davon kaufbereit: 1% (25 Menschen)
  • Davon Anfrage: 10% (2-3 Anfragen)
  • Davon Kunde: 30% (0-1 Kunde)
  • Umsatz: 0-50.000 €
  • ROI: 0-400%

Targeting-Strategie (richtige Menschen):

  • Budget: 2.000 €/Monat
  • Reichweite: 3.000 Menschen
  • Kosten pro Person erreicht: 0,67 €
  • Davon Zielgruppe: 80% (2.400 Menschen)
  • Davon kaufbereit: 20% (480 Menschen)
  • Davon Anfrage: 5% (24 Anfragen)
  • Davon Kunde: 30% (7-8 Kunden)
  • Umsatz: 350.000-400.000 €
  • ROI: 2.900-3.300%

Der Unterschied: 0-400% ROI vs. 2.900-3.300% ROI.

Warum? Weil du nicht für Reichweite zahlst. Du zahlst für Relevanz.


Wann Reichweite ok ist (und wann nicht)

Ich sage nicht, dass Reichweite immer schlecht ist. Es gibt Fälle, in denen Reichweite Sinn macht:

Reichweite ist ok für:

  • Brand Awareness (du bist neu am Markt)
  • Content, der viral gehen soll (PR-Zweck)
  • Low-Ticket-Produkte (10-100 € Produkte)
  • Impulskäufe (spontane Kaufentscheidung)

Targeting ist Pflicht für:

  • High-Ticket-Produkte (>5.000 €)
  • Lange Kaufzyklen (3-12 Monate)
  • Lokale Dienstleistungen (Regional begrenzt)
  • Beratungsintensive Verkäufe (persönlicher Kontakt nötig)

Küchenstudios fallen in alle 4 Targeting-Kategorien. Deswegen funktioniert Vanity nicht.


Der häufigste Fehler: Instagram als Vanity-Plattform nutzen

Instagram ist nicht das Problem. Wie du Instagram nutzt, ist das Problem. (Das gilt auch für deinen Content – mehr dazu erfährst du hier)

Falsch: Organisches Posting ohne Strategie

  • Du postest täglich
  • Du hoffst auf Reichweite
  • Du nutzt Hashtags (#kitchen #design)
  • Du wartest auf Follower
  • Ergebnis: 0 Anfragen

Richtig: Bezahlte Ads mit Targeting

  • Du postest 2-3x pro Woche (Portfolio)
  • Du schaltest Ads für Geo-Targeting
  • Du erreichst Hausbesitzer in deiner Region
  • Du trackst Anfragen
  • Ergebnis: 8-10 qualifizierte Anfragen/Monat

Der Unterschied: Du nutzt Instagram nicht als “Social Network” (wo du Freunde sammelst). Du nutzt es als “Advertising Platform” (wo du Kunden gewinnst).


Die Wahrheit über gekaufte Follower

Du kannst 10.000 Follower kaufen für 200 €. Das ist billig. Und sinnlos.

Warum?

1. Es sind Bots oder Fake-Accounts

  • Sie interagieren nie
  • Sie kaufen nie
  • Sie sind nur eine Zahl

2. Instagram erkennt es

  • Dein Algorithmus-Score sinkt
  • Deine organische Reichweite sinkt
  • Deine echten Follower sehen weniger

3. Es schadet deiner Glaubwürdigkeit

  • 10.000 Follower, 10 Likes pro Post = offensichtlich fake
  • Potenzielle Kunden sehen das
  • Du wirkst unseriös

Die Wahrheit: Gekaufte Follower sind wie ein Papierdiplom. Sieht gut aus, ist aber wertlos.

Echte Kunden interessiert nicht, wie viele Follower du hast. Sie interessiert, ob du ihre Küche bauen kannst.


Was passiert, wenn du auf Vanity setzt

Ich habe es hunderte Male gesehen. Ein Küchenstudio kommt zu mir und sagt:

“Wir haben 15.000 Follower auf Instagram. Aber wir bekommen keine Anfragen.”

Wenn ich nachschaue:

  • 10.000 Follower aus Gewinnspiel (folgen → entfolgen)
  • 3.000 Bots aus Follower-Kauf
  • 2.000 echte Menschen (davon 90% aus Deutschland, nicht lokal)
  • Reichweite pro Post: 800 (5% der Follower)
  • Davon Zielgruppe: 50 (6%)
  • Anfragen: 0

Das Problem: Du hast 12 Monate in Vanity investiert. Jetzt musst du von vorne anfangen.

Besser: Von Anfang an auf Targeting setzen.


So gehst du von Vanity zu Business Metrics

Wenn du aktuell auf Reichweite setzt, hier die Schritte:

Schritt 1: Definiere deine Zielgruppe

  • Wer kauft deine Küchen? (Alter, Einkommen, Wohnsituation)
  • Wo wohnen sie? (Region, Umkreis)
  • Was interessiert sie? (Renovierung, Interior Design)

Schritt 2: Stoppe organisches Posting

  • Nicht jeden Tag posten
  • Nur noch Portfolio-Content (fertige Projekte)
  • 2-3x pro Woche reicht

Schritt 3: Starte bezahlte Ads mit Targeting

  • Facebook/Instagram Ads
  • Geo-Targeting auf deine Region
  • Demografie: Hausbesitzer, 40-65, >80k
  • Budget: 1.000-2.000 €/Monat

Schritt 4: Tracke Business Metrics

  • Wie viele Anfragen pro Monat?
  • Wie viele davon qualifiziert?
  • Wie viele werden zu Kunden?
  • Was ist dein Umsatz?

Schritt 5: Optimiere auf Umsatz

  • Welche Ads bringen Anfragen?
  • Welche Zielgruppe konvertiert am besten?
  • Wo ist dein ROI am höchsten?

Nach 3 Monaten wirst du sehen: Weniger Reichweite, mehr Umsatz.


Fazit: Likes zahlen keine Miete

Du kannst die beliebteste Seite auf Instagram haben. 50.000 Follower. 1.000 Likes pro Post. Und trotzdem pleite sein.

Oder: Du kannst 500 Follower haben. 20 Likes pro Post. Und 5 Küchen pro Monat verkaufen.

Die Frage ist nicht: "Wie viele Follower habe ich?" Die Frage ist: "Wie viel Umsatz mache ich?"

Vanity Metrics sind Marketing für dein Ego.
Business Metrics sind Marketing für dein Geschäft.

Was willst du: Gut aussehen oder gut verdienen?


Du willst wissen, wie Targeting für dein Küchenstudio funktioniert? Lass uns rechnen, wie viele qualifizierte Anfragen du mit deinem Budget generieren kannst – ohne 10.000 Follower, aber mit echtem Umsatz.


P.S.: Wenn jemand dir 10.000 Follower garantiert, frag ihn: “Garantierst du mir auch 10 Kunden?” Die Antwort zeigt, ob er Marketing versteht – oder nur Vanity verkauft.